Ersatzneubau vereint Betreuung unter einem Dach
Der Ersatzneubau für die Zürcher Tagesschule Auhof vereint das Betreuungsangebot neu unter einem Dach. Den Architekturwettbewerb haben EMI Architekt*innen AG und Ganz Landschaftsarchitekten GmbH aus Zürich gewonnen.
Der Zürcher Stadtteil Schwamendingen wächst. Auch in den nächsten Jahren ist mit einem Anstieg der Anzahl Schulkinder zu rechnen. Diese sind in den Quartiersschulen zu unterrichten und mit der Einführung der Tagesschule auch dort zu verpflegen und zu betreuen. Das schützenswerte Ensemble der Schulanlage Auhof und des angrenzenden Freibads im Herzen von Schwamendingen wurde 1959 nach den Plänen des Architekten Ernst Gisel erstellt.
Ersatzneubau schafft mehr Platz
Die Verpflegung und Betreuung für den Kindergarten und die Primarstufe im Rahmen der Tagesschule Auhof soll künftig zusammen mit Therapieräumen und Räumen für den Musikunterricht unter einem Dach auf dem Schulareal angeboten werden. Der heute eingeschossige Betreuungsbau kann den erhöhten Bedarf nicht aufnehmen und soll durch einen grösseren Neubau ersetzt werden.

Der vom Amt für Hochbauten durchgeführte Architekturwettbewerb im offenen Verfahren für das neue Betreuungsgebäude stiess auf enorm grosses Interesse. Insgesamt haben 89 Teams an diesem anonym durchgeführten Verfahren teilgenommen und einen Projektvorschlag eingereicht. Das Team von EMI Architekt*innen AG und Ganz Landschaftsarchitekten GmbH aus Zürich hat mit seinem Vorschlag klar überzeugt. In einem nächsten Schritt wird nun das Bauprojekt detailliert ausgearbeitet. Nach Vorliegen des Ausführungskredits können voraussichtlich 2030 die Bauarbeiten beginnen.
Ausdrucksstarker Holzbau für Betreuung und Musik
Der viergeschossige Neubau des Siegerteams ergänzt die schützenswerte Schul- und Freibadanlage. Er fügt sich gut ein in die Umgebung mit dem alten Baumbestand und den unmittelbar angrenzenden Wohnbauten. Die prägnante Gebäudeform mit begrüntem Schrägdach an der Westfassade überzeugt sowohl hinsichtlich Ökologie mit Beitrag zu Hitzeminderung und Biodiversität als auch mit einem kindgerechten Ausdruck und Massstab.
An der Ostfassade sind an den fest angebrachten Sonnenblenden Photovoltaik-Elemente zur Stromerzeugung installiert, die zugleich die Innenräume vor direkter Sonneneinstrahlung schützen. Im östlichen Aussenraum entsteht ein geschützter Bereich für den Kindergarten. Sitzstufen gleichen die Höhenunterschiede aus und schaffen zusammen mit dem Aussensitzplatz der Mensa zusätzliche Aufenthaltsorte, die auch der Quartierbevölkerung offenstehen. An der Auhofstrasse schafft das transparente Erdgeschoss eine einladende Atmosphäre.