Stromversorgung mit mobilem Energiespeicher

Für ein Trinkwasserprojekt in Rüschlikon (ZH) verwendet die Strabag AG einen mobilen, batteriebasierten Energiespeicher. Dieser ersetzt Dieselaggregate, reduziert Emissionen und sorgt für hohe Planungssicherheit auf der Baustelle.

Beim Ausbau eines Trinkwasserreservoirs in einem Waldgebiet bei Rüschlikon (ZH) versorgte der Liebherr-Energiespeicher LPO 100 die Krane und die Baustellentechnik trotz stark eingeschränktem Netzanschluss zuverlässig mit Strom. Das batteriebasierte System erlaubte einen leisen, lokal emissionsfreien Betrieb ohne zusätzlichen Netzausbau und unterstützte die schrittweise Rekonstruktion von über 100 Jahre alten Reservoiranlagen unter strengen Hygiene- und Qualitätsanforderungen.

Begrenzter Netzanschluss, hohe Lastspitzen

Am Ort stand lediglich ein temporärer Baustromanschluss mit CEE 16 A und 11 kW Leistung zur Verfügung. Der LPO 100 von Liebherr überbrückte die Lücke zwischen geringer Netzeinspeisung und hohem Leistungsbedarf. Kontinuierlich über das Netz geladen, versorgte der Energiespeicher Krane und Baustellentechnik zuverlässig mit bis zu 110 kVA Spitzenleistung. Ein Dieselaggregat war während der gesamten Bauphase nicht erforderlich. Über mehr als fünf Monate ermöglichte der LPO 100 einen stabilen und leisen Baustellenbetrieb, inklusive Betonierleistungen von bis zu 150 Kubikmeter pro Tag.

«Den Energiespeicher kannten wir bereits von anderen Baustellen. Bei diesem Bauprojekt war er entscheidend, weil wir mit einem CEE 16 A Anschluss auskommen mussten und gleichzeitig enge Betonierfenster sowie den Kranbetrieb absichern wollten. So entfallen Diesellieferungen und der laufende Aggregatbetrieb – das reduziert Logistikaufwand und macht die Abläufe deutlich planbarer», sagt Beat Spörndli, Bauführer bei Strabag.

Weniger Emissionen, weniger Aufwand auf der Baustelle

Dank niedriger Geräuschentwicklung eignete sich die batteriebasierte Lösung ideal für das sensible Waldgebiet. Der Wegfall von Dieseltransporten und der reduzierte Wartungsaufwand entlasteten die Baustellenlogistik zusätzlich. Während ein Dieselaggregat permanent läuft, stellt der LPO 100 nur die tatsächlich benötigte Energie bereit. Auch wirtschaftlich überzeugt die Lösung: Im Vergleich zu einem konventionellen 70-kVA-Dieselaggregat sparte Strabag innerhalb von fünf Monaten rund 10 000 Liter Diesel, etwa 17 700 Franken Treibstoffkosten und rund 27 Tonnen CO₂. Dies entspricht in etwa den Emissionen von 10 bis 12 Transatlantikflügen pro Person in der Economy-Class.

> liebherr.com/

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