Meistertitel erfolgreich verteidigt
Beim Finale des Volvo-Fahrerclubs Anfang Oktober in Schweden setzte sich Bernard Vogt aus Deutschland zum zweiten Mal in Folge durch. 22 Baumaschinenfahrer hatten ihr Können in verschiedenen Disziplinen unter Beweis gestellt.
Vom 2. bis 3. Oktober 2026 fand im Volvo CE Customer Center in Eskilstuna, Schweden, das Finale des Volvo-Fahrerclubs statt. Insgesamt 22 Baumaschinenfahrer aus Europa und weiteren internationalen Märkten traten gegeneinander an. Sie hatten sich zuvor in nationalen Wettbewerben für das Finale qualifiziert. Im Mittelpunkt standen die präzise Maschinenbedienung, effiziente Arbeitsabläufe und die Einhaltung von Sicherheitsvorschriften.

Den Gesamtsieg sicherte sich der 23-jährige Bernard Vogt aus Deutschland. Er hatte bereits die Halbfinalwertung angeführt und setzte sich schliesslich mit einem Vorsprung von 26 Sekunden gegen den Zweitplatzierten Sebastian Enevoldsen aus Dänemark durch. Den dritten Rang belegte Konrad Herndler aus Österreich. Für Vogt war es der zweite Erfolg in Folge. Bereits 2025 hatte er den Wettbewerb gewonnen. Damit ging der Titel zum vierten Mal hintereinander nach Deutschland. In den Jahren 2023 und 2024 hatte sich Robin Müller durchgesetzt.

Präzision und Sicherheit im Mittelpunkt
Die Teilnehmer mussten zunächst drei Qualifikationsdisziplinen absolvieren. Dazu gehörten der Dumper-Parcours «The Smooth Haul», die Radladerprüfung «Pole Position» und der Baggertest «Grade Master». Dabei wurden besonders die Maschinenbeherrschung, die Genauigkeit und die gleichmässige Ausführung der Aufgaben bewertet.
Die zehn besten Fahrer qualifizierten sich für das Halbfinale, aus dem fünf Finalisten hervorgingen. Im Halbfinale mussten die Teilnehmer unter anderem Boule-Kugeln mit einem Baggerlöffel aufnehmen und übergeben. Im Finale standen der Wechsel von Anbaugeräten, das Beladen von Paletten und das möglichst präzise Zerdrücken von Eiern auf dem Programm. Sämtliche Aufgaben waren zeitlich begrenzt. Erstmals wurden zudem formelle Zeitstrafen für Verstösse gegen Sicherheitsvorschriften verhängt. Damit erhielt das sichere Arbeiten neben Geschwindigkeit und Präzision zusätzliches Gewicht.
Schweizer Fahrer zum zehnten Mal dabei
Das Teilnehmerfeld umfasste Fahrer im Alter zwischen 23 und 55 Jahren, wobei die Mehrheit jünger als 35 Jahre war. Rund drei Viertel der Finalisten nahmen erstmals am internationalen Wettbewerb teil. Zu den erfahrensten Teilnehmern gehörte der Schweizer Marcel Hirter. Nach 39 Berufsjahren bestritt er bereits sein zehntes Finale. Ebenfalls zu den Routiniers zählten der Däne Bendt Risom mit seiner achten Finalteilnahme und der Italiener Ermes Gemo, der den Wettbewerb 2014 und 2016 gewonnen hatte.

Mit dem Fahrerclub möchte Volvo Construction Equipment die fachlichen Anforderungen an Baumaschinenfahrer hervorheben und gleichzeitig das Berufsbild fördern. Angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels in der Bauindustrie sollen solche Wettbewerbe auch jüngere Menschen für eine Tätigkeit als Baumaschinenführer gewinnen.



