SBB vergeben Mehrspur Zürich – Winterthur an Implenia/Marti

Die SBB beauftragt die Arbeitsgemeinschaft Implenia/Marti mit fünf Losen des Projekts Mehrspur Zürich – Winterthur: Brüttenertunnel und der Ausbau von vier Bahnhöfen mit einem Gesamtvolumen von 1,7 Milliarden Franken.

Die SBB beauftragten die Arge bestehend aus Implenia und Marti (Anteil von je 50 Prozent) mit dem Bau von fünf der sechs Lose des Projekts Mehrspur Zürich – Winterthur: Brüttenertunnel (Los 240), Abschnitt Winterthur (Lose 140 und 141), Abschnitt Dietlikon (Los 340) und Abschnitt Wallisellen (Los 540). Die Zuschläge für die fünf Lose erfolgten gestaffelt innerhalb der letzten Monate. Der Gesamtauftrag beläuft sich auf knapp 1,7 Milliarden Franken, der Anteil von Implenia beträgt etwa 830 Millionen Franken. Die Bauzeit des Projekts ist mit rund zehn Jahren veranschlagt. Mit dem Projekt Mehrspur Zürich – Winterthur planen der Bund und die SBB eine neue zweigleisige Linie durch den neu zu bauenden Brüttenertunnel sowie den Ausbau der Bahnhöfe Dietlikon, Bassersdorf, Wallisellen und Winterthur Töss. Das Projekt hat zum Ziel, den heutigen Kapazitätsengpass im Bahnnetz zwischen Zürich und Winterthur zu beheben.

Übersichtskarte des Projekts Mehrspur Winterthur - Zürich. (Grafik: SBB)
Übersichtskarte des Projekts Mehrspur Winterthur – Zürich. (Grafik: SBB)

Zwei eingleisige Tunnelröhren

Das Kernstück zur Behebung dieses Engpasses ist der rund 8,3 Kilometer lange Brüttenertunnel zwischen Dietlikon und Winterthur, der auch eine rund einen Kilometer lange Abzweigung in Richtung Flughafen Zürich umfasst. Für diesen Tunnel sind zwei eingleisige Röhren mit einem Durchmesser von je rund zehn Meter geplant. Der Vortrieb des Tunnels erfolgt im Wesentlichen mittels Tunnelbohrmaschine (TBM). Der Beginn der Ausbruchsarbeiten ist für 2029 vorgesehen. Die Planung und Ausführung des Projekts erfolgt BIM-basiert. Neben den eigentlichen Tunnelbohrarbeiten umfasst das Bauprojekt auch umfangreiche Spezialtiefbau- sowie Ingenieurbauarbeiten.

Umbau von vier Bahnhöfen

Der Abschnitt Winterthur erstreckt sich vom Portal Winterthur des Brüttenertunnels bis unmittelbar vor die Perronanlage des Bahnhofs Winterthur und umfasst zusätzlich zwei ergänzende Streckenabschnitte sowie den Umbau des Bahnhofs Winterthur Töss an der Strecke Winterthur – Bülach. Der Abschnitt Dietlikon umfasst den kompletten Umbau des Bahnhofs Dietlikon, neue Gleisanlagen über rund drei Kilometer, umfangreiche Erd- und Dammbauten, mehrere Unterführungen sowie den rund 300 Meter langen Dietlikontunnel. Im Rahmen des Abschnitts Wallisellen entstehen unter anderem die Überwerfung Wallisellen West, mehrere neue Personenunterführungen, Perronanlagen, Brückenbauwerke sowie neue Gleisanlagen über rund drei Kilometer.

> implenia.com/

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