E-Lastwagen beliefern zweite Gotthardröhre
Durch die Belieferung der zweiten Gotthardröhre mit E-Lastwagen und Bahn beweist Holcim Schweiz, dass klimaschonender Baustofftransport auch unter schwierigen Bedingungen möglich ist.
Seit Anfang 2026 setzt Holcim Schweiz gemeinsam mit Logistikpartnern wie der Hugelshofer Logistik AG rund 40 elektrische Lastwagen für den Baustofftransport ein. Besonders beim Zementtransport erzielen die eingesetzten Fahrzeuge eine bemerkenswerte Wirkung: Pro E-Lastwagen werden jährlich etwa 80 Tonnen CO₂ vermieden. Zum Vergleich: Diese Menge entspricht etwa dem CO₂‑Ausstoss von 35 Hin- und Rückflügen zwischen Zürich und New York.
Nachhaltige Logistik für die zweite Gotthardröhre
Die Zementlieferungen für das Grossprojekt der 2. Gotthard-Strassenröhre, rund 300’000 Tonnen, erfolgen mit Bahn und E-Lastwagen: Die Nordseite wird mit der Bahn beliefert. Bei der Baustelle Gotthard Süd gelangen etwa 150’000 Tonnen Zement per Bahn bis zum regionalen Umschlagplatz und von dort zu 100 Prozent mit E-Lastwagen bis zur Baustelle in Airolo. Dort kann die E-Lastwagenflotte über eine Schnellladestation mit Energie versorgt werden.
Hürden als Chance in der E-Logistik
Hochleistungs-Ladeinfrastrukturen, wie jene auf der Gotthard-Baustelle, sind auf Schweizer Baustellen noch keine Selbstverständlichkeit. Auch die Anschaffungskosten für E-Lastwagen sind höher als bei Dieselfahrzeugen. Trotz dieser Hürden treibt Holcim Schweiz den Umstieg voran und investiert in die eigene Ladeinfrastruktur. Ein weiteres Beispiel ist das Zementwerk Siggenthal (AG). Dort lassen sich bis zu zehn E-Lastwagen gleichzeitig an fünf Schnellladesäulen mit Strom versorgen.

