Holcim reduziert CO 2 -Emissionen um 37 %
Die Dekarbonisierung der Zementindustrie ist eine Mammutaufgabe: Aber keine unlösbare. Die Holcim Schweiz hat ihre Netto-CO₂-Emissionen pro Tonne Zement seit 1990 um 37 Prozent gesenkt.

Massgeblich dazu beigetragen haben der verstärkte Einsatz alternativer Brennstoffe sowie die zunehmende Verwendung von Recyclingmaterialien. Das Ziel: den Wandel hin zu einer klimaneutralen Kreislaufwirtschaft vorantreiben.
Innovationen als Hebel für Nachhaltigkeit
Wie dieses Ziel verfolgt wird, zeigt beispielsweise ein Blick in eines der drei Zementwerke der Holcim Schweiz: Das Projekt «Flame» im Werk Eclépens (VD) demonstriert, wie nachhaltige Energiegewinnung und Zementproduktion zusammengehen. Fossile Brennstoffe werden weitgehend durch Alternativen wie Kunststoffreste oder Klärschlamm ersetzt. Das Resultat: Der Anteil alternativer Brennstoffe wurde in Eclépens innerhalb von sechs Monaten von 70 auf bis zu 95 Prozent erhöht. Dadurch lassen sich allein im Zementwerk in Eclépens jährlich rund 40’000 Tonnen CO₂ netto einsparen.
Weniger Klinker, mehr Kreislauf
Ein weiterer Pfeiler der Einsparung von CO 2 -Emissionen ist die Reduktion des Anteils an herkömmlichen Klinker im Zement. Bei der Erhitzung von Kalkstein zur Herstellung von Klinker wird prozessbedingt besonders viel CO₂ freigesetzt. Deshalb ersetzt Holcim den Klinkeranteil im Zement zunehmend durch emissionsärmere Stoffe wie aufbereitetes Abbruchmaterial oder kalzinierten Ton. Dies ermöglicht einen geschlossenen Materialkreislauf, der Ressourcen schont und Emissionen reduziert. Und das ohne Abstriche bei der Produktqualität. Die Kombination unterschiedlicher Massnahmen zeigt Wirkung: Insgesamt hat Holcim Schweiz ihre Netto-CO₂-Emissionen pro Tonne Zement seit 1990 um 37 Prozent gesenkt. Diese Kennzahl umfasst die direkten Scope-1-Emissionen aus Rohmaterialien und fossilen Brennstoffen, wobei die Emissionen aus alternativen Brennstoffen nicht eingerechnet werden. Das heisst: Je mehr die Zementwerke fossile Brennstoffe durch alternative Brennstoffe ersetzen, desto stärker sinkt ihr Netto-CO₂-Ausstoss. Damit ist die Holcim Schweiz auf Kurs, ihr Ziel, bis 2050 ausschliesslich klimaneutrale und vollständig rezyklierbare Baustoffe zu produzieren, zu erreichen.