Bahngeschichte trifft moderne Technik

Ein über 130 Jahre alter Bahnhofsgüterschuppen erhält neues Leben: Mit Fingerspitzengefühl, Know-how und Respekt vor der Geschichte realisiert Premoco eine anspruchsvolle Erweiterung für die Bahntechnik von morgen. 

Der Erweiterungsbau musste alle Anforderungen an Sicherheit, Bauphysik und Bahntechnik erfüllen.

Manche Bauprojekte sind weit mehr als reine Erweiterungen. Sie verbinden Geschichte mit Innovation und stellen alle Beteiligten vor besondere Herausforderungen. Genau ein solches Projekt realisiert Premoco derzeit beim historischen Güterschuppen des Bahnhofs Uerikon. 

Ein historisches Gebäude mit neuer Aufgabe 
Das Gebäude stammt aus den Jahren 1893/94 und gilt als einer der besterhaltenen Güterschuppen seiner Bauart entlang der rechtsufrigen Zürichseebahn. Entsprechend hoch waren die Anforderungen an den Umgang mit der bestehenden Bausubstanz. Der denkmalgeschützte Charakter sollte erhalten bleiben – gleichzeitig musste Platz für ein hochmodernes Bahntechnikgebäude geschaffen werden. 
Die Lösung: eine durchdachte Erweiterung auf eine Gesamtlänge von 24,4 Metern bei einer Breite von 8,6 Metern. Die historische Holzverschalung blieb erhalten und wurde sorgfältig ergänzt. Im Inneren entstand nach dem Prinzip «Haus im Haus» ein moderner Technikbereich, der alle Anforderungen an Sicherheit, Bauphysik und Bahntechnik erfüllt. 

Wenn Denkmalschutz auf moderne Bahntechnik trifft 
Besonders anspruchsvoll war die Abstimmung zwischen den Vorgaben des Denkmalschutzes und den Anforderungen eines elektronischen Stellwerks. Viele Details mussten geprüft, Lösungen entwickelt und Kompromisse gefunden werden, um ästhetischen und funktionalen Ansprüchen gerecht zu werden. 
Auch die Umsetzung verlangte höchste Präzision. Der Übergang zwischen bestehender und neuer Bausubstanz musste passgenau geplant und mit allen Gewerken sorgfältig koordiniert werden. Jede Ausführung wurde bis ins Detail kontrolliert, um technischen, gestalterischen und denkmalpflegerischen Anforderungen zu entsprechen. 

Viele Details mussten geprüft, Lösungen entwickelt und Kompromisse gefunden werden.

Nachhaltige Energie für den Bahnbetrieb von morgen 
Nebst der baulichen Herausforderung setzt das Projekt auch in Sachen Nachhaltig keit neue Akzente. Geplant sind Erdsonden, die künftig zur Kühlung des Stellwerks im Sommer dienen. Die dabei entstehende Wärme wird im Erdreich gespeichert und im Winter zur Beheizung des angrenzenden Aufnahmegebäudes genutzt. Ergänzt wird das Energiekonzept durch eine grossflächige Photovoltaikanlage auf dem Dach. 
Mit dem neuen Bahntechnikgebäude werden die bisherigen Stellwerke der Bahnhöfe Stäfa, Uerikon und Feldbach künftig zentral in Uerikon betrieben. Damit entsteht eine moderne und zukunftssichere Infrastruktur für den Bahnbetrieb – eingebettet in ein Gebäude, dessen Geschichte weiterhin sichtbar bleibt. 

Dieses Projekt zeigt eindrücklich, dass Denkmalschutz und moderne Technik keine Gegensätze sein müssen. Mit Fachwissen, Präzision und Respekt vor dem Bestand entsteht ein Bauwerk, das Vergangenheit bewahrt und gleichzeitig den Weg in die Zukunft ebnet. 

premoco.ch

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