Neuer Zentralpräsident

An der Generalversammlung des Schweizerischen Baumeisterverbands SBV vom 26. Juni 2026 wurde Christian Wasserfallen zum Zentralpräsidenten gewählt.

Der Berner Nationalrat Christian Wasserfallen wurde Ende Mai 2026 von der Delegiertenversammlung als offizieller Kandidat für die Nachfolge von Gian-Luca Lardi nominiert. Wasserfallen wird das Amt per 1. Januar 2027 übernehmen.

Der bisherige Zentralpräsidenten Gian-Luca Lardi tritt nach zwölf Jahren von der Verbandsspitze zurück. Im Anschluss an die Generalversammlung fand im Campus Sursee in Oberkirch LU der Tag der Bauwirtschaft statt. Der wichtigste Netzwerkanlass der Schweizer Bauwirtschaft stand dieses Jahr unter dem Motto «Brennpunkt Bauherr».

Christian Wasserfallen (44) aus Bern ist dipl. Masch.-Ing. FH, Präsident von Infra Suisse, dem Branchenverband der Schweizer Infrastruktur- und Tiefbauunternehmen, Mitglied des Zentralvorstands des SBV, Präsident des Verwaltungsrats der Walo Bertschinger AG Bern und FDP-Nationalrat. Mit seiner langjährigen Erfahrung an der Schnittstelle von Wirtschaft, Politik und Infrastruktur bringt er beste Voraussetzungen mit, um die Interessen des Bauhauptgewerbes auf nationaler Ebene zu vertreten.

Gian-Luca Lardi hatte als Zentralpräsident den Schweizerischen Baumeisterverband seit 2015 mit Umsicht und Eloquenz geprägt. Gian-Luca Lardi wird auf Ende 2026 das Amt an Christian Wasserfallen übergeben. In seiner Ansprache am Tag der Bauwirtschaft am 26. Juni auf dem Campus Sursee appellierte Lardi an die Bauherren im Publikum, bei komplexen Bauvorhaben stärker auf integrierte Projektabwicklung und neue Kooperationsmodelle zu setzen. Dazu erklärte er: «Dass noch mehr Miteinander statt Gegeneinander möglich ist, lässt sich auf unseren Baustellen täglich beweisen». Mit einem System der integrierten Projektabwicklung liessen sich Optimierungen deutlich effizienter realisieren – vorausgesetzt, der Bauherr wolle dies von Anfang an und treffe die entsprechenden Entscheidungen.

Projektallianz: im Entscheid des Bauherrn

Der SBV hat sich in den vergangenen Jahren intensiv an der Entwicklung des Modells Projektallianzen beteiligt und seither an dessen Markteinführung gearbeitet. Nun seien insbesondere öffentliche und private institutionelle Bauherren gefordert, «diesen Weg mutig und innovativ gemeinsam mit den wichtigsten Projektbeteiligten zu gehen». Erfahrungen aus dem In- und Ausland zeigten, dass komplexe Bauvorhaben auf diese Weise erfolgreicher, effizienter und mit weniger Konflikten realisiert werden könnten als mit traditionellen Modellen.

Bauwirtschaft beweist Resilienz

Gleichzeitig verwies Lardi auf die neuen Möglichkeiten des revidierten Beschaffungsrechts. «Mit dem revidierten Beschaffungsrecht, das nebst dem Preis auch Innovation, Qualität und Nachhaltigkeit berücksichtigt, haben die Bauherren neue Freiheiten erhalten. Nutzen Sie diese Freiheiten auch», forderte Gian-Luca Lardi.

Die Bauwirtschaft blickt trotz bewegter Jahre zuversichtlich in die Zukunft. Sie habe ihre Resilienz einmal mehr eindrücklich bewiesen. «Gerade in unsicheren Zeiten ist entscheidend, dass der Bau als Wirtschaftsmotor am Laufen bleibt zum Wohle der Gesamtwirtschaft und unserer Gesellschaft.» Angesichts der guten Auftragslage und stabiler Konjunkturaussichten sieht Lardi langfristig hervorragende Perspektiven für den Bau und die Bauberufe.

> Schweizerischer Baumeisterverband 

> Meldung Schweizer Bauwirtschaft 

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