Sanierung des Papierwerd-Areals

Die Stadt Zürich nutzt das Papierwerd-Areal mit dem Globusprovisorium am Zürcher Hauptbahnhof um. Nach über 60 Jahren soll das markante Gebäude umfassend saniert und zu einem öffentlichen Ort umgestaltet werden. Die Exekutive hat dem Stadtparlament einen Projektierungskredit von sieben Millionen Franken beantragt.

Im Zuge der Gesamtsanierung bleibt das Globusprovisorium auf dem sogenannten Papierwerd-Areal als bedeutendes historisches Bauwerk erhalten und wird als öffentliches Haus neu ausgerichtet: Ein Detailhändler mit breitem Sortiment befindet sich künftig im Untergeschoss statt im Erdgeschoss. Der heutige Detailhändler bleibt bis zum Baubeginn im Gebäude. Anschliessend wird die Verkaufsfläche öffentlich ausgeschrieben.

Blick auf die Dachterrasse des Globus-Provisoriums. (Illustration: Matthias Gnehm)
Blick auf die Dachterrasse des Globus-Provisoriums. (Illustration: Matthias Gnehm)

Öffentliche Nutzung wird angestrebt

Erd- und Obergeschosse bieten nach dem Umbau flexible, öffentlich zugängliche Flächen für Kultur, Bildung, Veranstaltungen, temporäre Nutzungen und Gastronomie. Zudem wird in der weiteren Planung die Realisierung einer Velostation geprüft. Die konkreten Nutzungen sind noch offen. Sie werden nun erarbeitet und anschliessend öffentlich ausgeschrieben. Die städtischen Büros im Gebäude ziehen an andere Standorte um. Auf dem Dach entsteht eine öffentliche, von aussen erschlossene Terrasse. Künftig wird das Gebäude eng mit dem neuen Freiraum am Mühlesteg und der Limmat verknüpft, was einem zentralen Element der Gesamtstrategie entspricht.

Beim Mühlesteg entsteht ein Platz vor dem Globus-Provisorium. (Illustration: Matthias Gnehm)
Beim Mühlesteg entsteht ein Platz vor dem Globus-Provisorium. (Illustration: Matthias Gnehm)

Projektierungskredit beantragt

Der Stadtrat (Exekutive) beantragt dem Gemeinderat für die Projektierung der baulichen Massnahmen zugunsten neuer Nutzungen einen Investitionskredit von 3,08 Millionen Franken. Die Projektierung der Instandsetzungsmassnahmen bewilligt er in eigener Kompetenz mit 4,13 Millionen Franken. Der gesamte Projektierungskredit beläuft sich damit auf 7,21 Millionen Franken (inklusive Reserven) und umfasst den Projektwettbewerb, das Bauprojekt mit Kostenvoranschlag, das Baubewilligungsverfahren sowie die Vorbereitung der Ausführung.

Projektwettbewerb geplant

Das Ergebnis des Wettbewerbs wird voraussichtlich im Sommer 2028 vorliegen. Anschliessend erarbeitet das ausgewählte Planungsteam ein baureifes Projekt. Die Fertigstellung ist ab 2035 vorgesehen. Die bestehenden Mietverhältnisse bleiben bis kurz vor Beginn der Ausführungsphase unverändert bestehen.

Querschnitt durch das umgenutzte Globus-Provisorium. (Illustration: Matthias Gnehm)
Querschnitt durch das umgenutzte Globus-Provisorium. (Illustration: Matthias Gnehm)

> stadt-zuerich.ch/

Weitere Beiträge zum Thema

JETZT ANMELDEN
fachbau.ch Newsletter
fachbau.ch bietet Ihnen wertvolle Einblicke, aktuelle Trends und exklusive Informationen aus der Bau- und Immobilienbranche, um Sie stets auf dem neuesten Stand und gut informiert zu halten.
ANMELDEN
Sie können sich jederzeit abmelden!
close-link