Auszeichnung «Watt d’Or» für das «Hobelwerk» in Winterthur

Zu den Gewinnern des Energiepreises «Watt d'Or» 2026 gehören die Baugenossenschaft «mehr als wohnen», Lemon Consult AG und das Low-Tech Lab aus Zürich für ihr gemeinsames Projekt «Hobelwerk» in Oberwinterthur. Es holt die Auszeichnung in der Kategorie Gebäude und Raum.

Das «Hobelwerk»-Areal in Oberwinterthur zeigt, wie nachhaltiges Bauen geht. Darin lässt sich energie- und klimafreundlich leben. Entwickelt und realisiert wurde es von der Baugenossenschaft «mehr als wohnen», der Lemon Consult AG und dem Low-tec Lab in Zusammenarbeit mit weiteren Partnern. Sie haben dafür gesorgt, dass ein attraktives, ressourcenschonendes, kreislauforientiertes, energieeffizientes und sozial durchdachtes Wohn- und Gewerbequartier entstanden ist.

Kreislaufwirtschaft und Re-Use wurden im Gebäude D des "Hobelwerks" konsequent umgesetzt. (Visualisierung: pd)
Kreislaufwirtschaft und Re-Use wurden im Gebäude D des «Hobelwerks» konsequent umgesetzt. (Visualisierung: pd)

Die Baugenossenschaft «mehr als wohnen» hat das Areal des ehemaligen Holzverarbeitungsbetriebs Kälin AG in Oberwinterthur 2018 gekauft, um darauf ein neues Wohn- und Gewerbeareal entstehen zu lassen. Das realisierte Projekt besticht mit Holzbau, Re-Use-Materialien, intelligenten Energiesystemen in Kombination mit einem innovativen Lüftungskonzept, Klimaarchitektur und sozialer Vielfalt. Der lebendige neue Stadtteil ist ein Modell für den zukunftsweisenden, gemeinnützigen Wohnungsbau in der Schweiz.

Besonderer Vorzeigebau: das Gebäude D

Kreislaufwirtschaft und Re-Use wurden vor allem im Gebäude D konsequent umgesetzt. Dies geschah mit Holzbauweise und vielen Re-Use-Bauteilen, beispielsweise Fassadenelementen, Türen und Fenstern aus Abbruchhäusern. Auf ein Untergeschoss wurde verzichtet, was den Betonverbrauch stark reduzierte. Resultat dieser Massnahmen sind die sehr tiefen Erstellungsemissionen dieses Gebäudes. Bereits Haus C erreichte dank Holzbauweise und der Nutzung von lokalen Materialien einen tiefen CO2-Fussabdruck bei der Erstellung.

Das Haus C erreichte dank Holzbauweise und der Nutzung von lokalen Materialien einen tiefen CO2-Fussabdruck bei der Erstellung. (Visualisierung: pd)
Das Haus C erreichte bei der Erstellung dank Holzbauweise und der Nutzung lokaler Materialien einen tiefen CO2-Fussabdruck . (Visualisierung: pd)

Neuartige Wohnformen

Das Haus D verfügt über Clusterwohnungen, Wohnateliers und Gemeinschaftsräume. Die Häuser C bis E werden in einem Pilot- und Demonstrationsprojekt des Bundesamts für Energie (Skalierbare Lösungen für den Weg zu netto null) untersucht, das die Ökobilanzen und Lebenszykluskosten auswertet. Das Ziel ist, die im «Hobelwerk» erprobten Ansätze auch auf andere Projekte anzuwenden.

> lignum.ch/

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